
Die Staaten forderten die Weltgemeinschaft dazu auf, maximale Zurückhaltung zu üben. "Wir bringen unsere tiefe Besorgnis angesichts gezielter Angriffe auf zivile Infrastruktur und friedliche Atomanlagen zum Ausdruck, die unter der umfassenden Sicherheitsüberwachung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stehen", heißt es in der Erklärung, die unter anderem von China, Russland und dem Iran unterzeichnet wurde. Die Angriffe verstießen gegen das Völkerrecht. Weiterhin riefen die Staaten zur Zusammenarbeit auf, um "den reibungslosen Fluss des globalen Handels, der Lieferketten und der Energieversorgung im Einklang mit dem Völkerrecht aufrechtzuerhalten".
Den Außenministern der BRICS-Staaten war es zuvor wegen Differenzen bei einem Treffen in Neu Delhi im Mai nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Stellungnahme zu dem Konflikt zu einigen. Die Mitgliedstaaten Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate waren sich mit Blick auf den durch die US-israelischen Angriffe im Februar ausgelösten Iran-Krieg uneinig.
Chinas Präsident Xi sagte bei der Eröffnung des Gipfels, der Krieg in der Golfregion diene nicht den gemeinsamen Interessen der internationalen Gemeinschaft, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die BRICS-Gruppe sollte eine zentrale Rolle für Frieden im Nahen Osten übernehmen.
Iran und Emirate suchen trotz Spannungen den Dialog
Gastgeber des Gipfels ist der indische Premier Narendra Modi. Zu den Teilnehmern gehören etwa der indische Ministerpräsident Modi, Russlands Staatschef Putin, Chinas Staatschef Xi und der iranische Präsident Peseschkian. Am Rande des ersten Gipfeltages kam es auch zu einem Treffen von Peseschkian mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohamed bin Sajed Al Nahjan. Es war das ranghöchste Treffen von Vertretern beider Staaten seit Beginn des Iran-Kriegs. Nach Angaben Abu Dhabis wurden dabei regionale und internationale Fragen, Möglichkeiten zur Deeskalation sowie Bemühungen um Frieden und Entwicklung in der Region erörtert.
Die Annäherung gilt als bedeutender diplomatischer Fortschritt in den Beziehungen beider Länder, die durch den Krieg zwischen dem Iran und den USA angespannt sind. Der Iran hatte die Vereinigten Arabischen Emirate im Zuge des Kriegs wiederholt attackiert, zuletzt Ende August mit einem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Minhad, auf dem auch US-Truppen stationiert sind.
Weiterführende Informationen
Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





