Trotz Brexit
Britische Regierung schlägt laut Medienberichten gemeinsamen Binnenmarkt mit EU vor

Mehr als sechs Jahre nach dem Austritt aus der Europäischen Union hat Großbritannien Medienberichten zufolge einen gemeinsamen Binnenmarkt für Waren vorgeschlagen.

    Ein alter Mann trägt in einer Londoner Straße zwei EU-Fahnen zum Protest gegen den Brexit.
    Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich für eine Annäherung an die EU ausgesprochen. (picture alliance / NurPhoto / WIktor Szymanowicz)
    Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, stößt der Vorstoß in Brüssel auf Ablehnung. Stattdessen habe die EU dafür plädiert, dass das Land einer Zollunion oder dem Europäischen Wirtschaftsraum beitreten solle.
    Die britische Regierung teilte mit, sie verhandele derzeit über ein "ehrgeiziges Maßnahmenpaket". Dazu gehörten Abkommen über den Handel mit ​Lebensmitteln und Getränken sowie über den Emissionshandel.
    Premierminister Starmer hatte sich in der Vergangenheit für eine erneute Annäherung an die EU ausgesprochen, einen erneuten Beitritt aber abgelehnt. Starmer gilt seit den Verlusten seiner Labour-Partei bei den Regionalwahlen vor einigen Wochen als politisch angeschlagen.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.