Geplanter Auftritt
Britische Regierung verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

Die britische Regierung verweigert US-Rapper Kanye West die Einreise in das Vereinigte Königreich. Die Entscheidung folgt auf die Debatte über geplante Auftritte des 48-Jährigen beim Wireless-Festival in London in diesem Sommer.

    Der Rapper Kanye West schaut kritisch in die Kamera, er steht mit einem schwarzen Oberteil, das an einen Bademantel erinnert, von einer weißen Wand
    Kanye West fällt schon seit Jahren mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen auf. (picture alliance / zz / Patricia Schlein / STAR MAX / IPx / zz / Patricia Schlein / STAR MAX / IPx)
    West war in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen aufgefallen. Premierminister Keir Starmer hatte die Planung für die Auftritte als "zutiefst besorgniserregend" bezeichnet.
    Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hatte der Rapper, der unter dem Namen Ye firmiert, am Montag eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) beantragt. Die Entscheidung, diese nicht zu genehmigen, fiel demnach mit der Begründung, dass seine Anwesenheit dem öffentlichen Wohl nicht dienlich wäre.
    Als Konsequenz aus der Einreiseverweigerung sagten die Organisatoren das komplette dreitägige Wireless-Festival ab.
    West hatte im vergangenen Jahr ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht. Anfang 2026 hatte er in Form einer ganzseitigen Anzeige im "Wall Street Journal" um Entschuldigung gebeten. "Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit", schrieb der Ex-Ehemann von Kim Kardashian und führte seine früheren Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.