Führender Vertreter der Pop-Art
Britischer Maler und Fotograf David Hockney ist tot

Der britische Maler und Fotograf David Hockney ist im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Das teilte sein Agent mit. Hockney galt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts und als führender Vertreter der Pop-Art.

    David Hockney bei seiner letzten Ausstellung im Annely Juda Fine Art in Hanover Square in London. Er steht, auf den Stock gestützt, zwischen zwei seiner Bilder.
    David Hockney bei seiner letzten Ausstellung im Annely Juda Fine Art in Hanover Square in London. Er starb nun 88-jährig. (picture alliance / Photoshot)
    Berühmt wurde er mit seiner Landschafts- und Porträtmalerei. Seine Gemälde von im Sonnenlicht schimmernden Swimmingpools wurden weltbekannt. 2018 wurde Hockneys Bild "Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)" für mehr als 90 Millionen US-Dollar versteigert.
    Hockney wurde im Norden Englands geboren, verbrachte jedoch einen Großteil seines Lebens in Kalifornien, wo er sich 1964 niedergelassen hatte. Die sonnendurchfluteten kalifornischen Vorstadtansichten wurden zu einem seiner wichtigsten Motive. Im Jahr 1979 war der Künstler einer der Mitbegründer des "Museum of Contemporary Art" in Los Angeles.
    Später kehrte Hockney nach Europa zurück und fand neue Inspiration in den bewaldeten Hügeln seiner Heimatgrafschaft Yorkshire sowie in den Feldern und Bäumen der französischen Normandie.

    "Liebe ist kein zu starkes Wort"

    Der Historiker Simon Schama schrieb in einem Essay zu einer Hockney-Ausstellung 2025 in Paris, die Beliebtheit und Beständigkeit von Hockneys Kunst sei trotz all seiner Wandlungen und rastlosen Experimente "wirklich kein Rätsel". Sein Werk werde von Millionen bewundert. "Liebe ist dafür kein zu starkes Wort."
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.