
Beim Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimer Media Group erklärte sie, ihr seien Eigenschaften zum Vorwurf gemacht worden, die bei Männern als positiv gälten. Einige Medien und Politiker hätten sie als "exponiert, profiliert und selbstbewusst" bezeichnet und ihr Aktivismus und ein politisches Wirkungsbedürfnis vorgeworfen. Bei einem Mann wären diese Eigenschaften als souverän und durchsetzungsstark gewertet worden, erklärte Brosius-Gersdorf.
Die Juristin ist Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam. Im Juli 2025 sollte sie auf Vorschlag der SPD zur Richterin des Bundesverfassungsgerichts gewählt werden. Wegen Vorbehalten aus der Union gegen sie wurde die Wahl abgesagt. Im August zog sie ihre Kandidatur zurück.
Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
