
BSW-Gründerin Wagenknecht sagte der "Bild"-Zeitung, das Ziel der Partei sei es, CDU-Amtsinhaber Schulze abzuwählen und durch einen überparteilichen Ministerpräsidenten zu ersetzen. Dieser solle mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regieren, auch mit der AfD. Wer ein solcher überparteilicher Kandidat sein könnte, erläuterte Wagenknecht nicht.
BSW könnte sich im dritten Wahlgang enthalten und AfD-Kandidat Siegmund zum Regierungschef machen
Sollten die anderen Parteien in Sachsen-Anhalt das angestrebte Modell ablehnen, werde das BSW sich im dritten Wahlgang enthalten. Damit könnte unter Umständen AfD-Spitzenkandidat Siegmund zum Regierungschef werden. Denn die AfD liegt in Sachsen-Anhalt einer aktuellen Insa-Umfrage zufolge derzeit bei 42 Prozent, das BSW würde fünf Prozent der Stimmen erhalten. CDU, Linke und SPD kämen zusammen auf 41 Prozent.
Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten wird in den ersten beiden Wahlgängen die Mehrheit aller Abgeordneten benötigt. Im dritten Wahlgang reicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Enthaltungen werden nicht mitgezählt.
Siegmund lehnt ein solches Vorgehen allerdings ab. Er wolle sich "selbstverständlich nicht" durch eine Enthaltung des BSW im dritten Wahlgang zum Ministerpräsidenten wählen lassen, sagte der AfD-Politiker dem Sender "Welt TV". Er setze stattdessen auf eine Alleinregierung seiner Partei.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt.
Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



