
In einem Brief an die öffentlich-rechtlichen Sender kritisieren die Parteivorsitzenden De Masi und Mohamed Ali, dass BSW-Vertreter zu selten eingeladen würden. Gemessen am Wahlergebnis sei die Partei unterrepräsentiert.
Das BSW hat fünf Talkformate von ARD und ZDF ausgewertet. Demnach kamen etwa Vertreter von CDU und CSU seit Jahresbeginn 76 mal in den Sendungen zu Wort und auch die FDP siebenmal, obwohl sie nicht mehr im Bundestag vertreten sei. Das BSW sei dagegen nur einmal vertreten gewesen.
Die Sender wiesen den Vorwurf zurück. Die ARD erklärte, außerhalb von Wahlkampfzeiten sei die Parteizugehörigkeit nur eines von mehreren Kriterien für die Auswahl von Gästen. Das ZDF teilte mit, die Redaktionen würden ihre Gäste grundsätzlich nach journalistischen Kriterien auswählen.
Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
