
Der Meeresexperte Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund sagte auf einer Pressekonferenz in Wismar, die Prognose sehe insgesamt nicht gut aus. Baschek betonte, grundsätzlich wäre der Wal in der Lage, selbst freizukommen. Nach seinen Worten befindet er sich dafür in einer ausreichenden Wassertiefe. Auch darum sei ein weiterer Rettungsversuch nicht nötig. Allerdings wird laut Baschek damit gerechnet, dass der Wasserstand bis zum Montagmorgen um 40 Zentimeter sinkt. Das verschlechtere die Aussichten weiter.
Umweltminister: Einschläfern ausgeschlossen
Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack sagte der Deutschen Presse-Agentur ebenfalls, der Wal sei sehr geschwächt, und seine Haut sei extrem angegriffen: "Der Wal muss jetzt sehr schnell freikommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat."
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus schloss ein Einschläfern des Tieres aus, weil es nach Angaben von Experten keine verlässliche Methode gebe, es schnell und schmerzlos zu erlösen.
500-Meter-Sperrzone eingerichtet
Um den Wal nicht zu stören, wurde ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern eingerichtet. Die Zeit drängt: Bis Montagnacht wird erwartet, dass der Wasserstand um etwa 40 Zentimeter sinkt, was die Lage des Tieres weiter verschlechtern würde. Der Buckelwal irrt seit Anfang März durch die Ostsee.
Diese Nachricht wurde am 29.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
