Bundeshaushalt
Bündnis warnt vor Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit

Ein Bündnis aus 15 Hilfsorganisationen hat vor dem Bundeskanzleramt gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit protestiert.

    Demonstrierende stehen mit Transparenten, unter anderem mit dem Aufdruck "Im Ausverkauf: Menschenwürde", und Schildern vor dem Bundeskanzleramt.
    Die Protest-Aktion vor dem Bundeskanzleramt richtet sich gegen Mittelkürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. (Michael Ukas / dpa / Michael Ukas)
    Die Organisationen kritisierten, dass Deutschland die Empfehlung der Vereinten Nationen unterschreite, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit zu verwenden. Den Angaben zufolge sind weltweit schätzungsweise 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
    Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beträgt im laufenden Haushaltsjahr rund 10 Milliarden Euro. Für 2027 plant die Bundesregierung eine weitere Kürzung auf 9,5 Milliarden Euro.
    Dem Bündnis gehören unter anderem "Brot für die Welt", Misereor, Oxfam Deutschland sowie die "Aktion gegen den Hunger" an.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.