Hamburg
Bürger sagen Nein zu Olympia-Bewerbung

Die Bürgerinnen und Bürger in Hamburg haben sich gegen eine Bewerbung der Stadt um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. In einem Referendum stimmten 54,9 Prozent mit Nein. Der Erste Bürgermeister Tschentscher sagte, er bedauere das Votum.

    Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburgs, gibt nach Ende des Referendums im Rathaus ein Interview. Er blickt ernst in die Kameras.
    Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher bedauert den Ausgang des Referendums zur Olympiabewerbung der Stadt. (Georg Wendt / dpa / Georg Wendt)
    Es sei aber für den Senat verbindlich, sagte er gestern Abend. Er habe dem DOSB mitgeteilt, dass Hamburg seine Bewerbung zurückziehe. Der SPD-Politiker fügte hinzu, man wolle nun wichtige Projekte in der Stadtentwicklung auch ohne den Rückenwind von Olympia umsetzen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Fegebank sagte, der Ausgang des Referendums sei eine herbe Enttäuschung. Die Grünen-Politikerin sprach von einer verpassten Chance für die Stadt.

    Wahlbeteiligung bei unter 50 Prozent

    Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt. Bereits 2015 war in Hamburg ein Referendum zu einer Olympia-Teilnahme gescheitert.
    Weiter im Rennen um eine deutsche Bewerbung sind München, die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum sowie Berlin. Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet Ende September über den deutschen Kandidaten. 

    Weiterführende Informationen:

    Olympia - Hamburg stimmt gegen eine Bewerbung
    Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.