Japan
Bürgermeister von Hiroshima ruft bei Gedenken zu friedlicher Konfliktlösung auf

In Japan ist der Opfer des Atombomben-Abwurfs auf die Stadt Hiroshima durch die USA vor 79 Jahren gedacht worden.

    Blick aus der ferne: Tauben fliegen über den Kenotaph  im Peace Memorial Park, der den Opfern des Atombombenabwurfs gewidmet ist.
    Gedenken zum 79. Jahrestag des Atombombenabwurfs in Hiroshima. (Yu Nakajima/Kyodo News/AP/dpa)
    Beim Gedenken rief der Bürgermeister der Stadt, Matsui, zur friedlichen Beilegung internationaler Konflikte auf. Mit Blick auf die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine sagte er, die globalen Tragödien vertieften das Misstrauen zwischen den Nationen und verstärkten die Annahme, dass man zur Lösung von Problemen auf militärische Gewalt angewiesen sei. Dies sei aber der falsche Weg.
    Am Morgen des 6. August 1945 hatte ein Flugzeug der US-Armee eine Uranium-Bombe über Hiroshima abgeworfen. Unmittelbar danach und in den ersten Monaten nach dem Angriff starben etwa 140.000 Menschen, in den folgenden Jahren tötete die radioaktive Strahlung weitere 60.000 Menschen. Am 9. August tötete eine weitere Atombombe auf Nagasaki mehr als 70.000 Menschen.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.