Niederlande
Bürgermeister von Nijmegen: Grenzkontrollen schaden den Beziehungen beider Länder

Der Bürgermeister der niederländischen Grenzstadt Nijmegen, Bruls, hat die deutschen Grenzkontrollen kritisiert.

    Hubert Bruls, Bürgermeister von Nimwegen und Chef der Euregio Rhein-Waal, blickt leicht an der Kamera vorbei während er spricht. Er trägt einen hellen Anzug, im Hintergrund ist ein Fenster.
    Hubert Bruls, Bürgermeister von Nimwegen und Chef der Euregio Rhein-Waal (Oliver Berg / dpa)
    Als diese 2024 vorübergehend eingeführt worden seien, habe er dafür noch Verständnis gehabt, sagte Bruls der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile belasteten sie aber die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Für Pendler und Betriebe im Grenzgebiet seien die Wartezeiten ein tägliches Ärgernis, das viel Zeit und damit auch Geld koste. Bruls hält die Kontrollen zudem für wenig effizient. Wer illegal die Grenze überqueren wolle, könne dies leicht an anderen Stellen tun. Man müsste schon ziemlich dumm sein, wenn man als Schleuser ausgerechnet da herfährt, wo kontrolliert werde, meinte Bruls.
    Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, hatte kürzlich erklärt, dass er trotz der gesunkenen Zahl von Asylbewerbern an den Grenzkontrollen festhalten will. An allen deutschen Außengrenzen gibt es seit September 2024 wieder Kontrollen, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen. Sie wurden dreimal verlängert, zuletzt bis Mitte September dieses Jahres.
    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.