Nach Gefängnisstrafe in Belarus
Bürgerrechtlerin Kolesnikowa nimmt ihren Karlspreis in Empfang

Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa hat in Aachen nachträglich den Karlspreis aus dem Jahr 2022 entgegengenommen.

    Die Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa steht im Aachener Rathaus vor einer roten Tür und lächelt.
    Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa (picture alliance / dpa / Thomas Banneyer)
    Die Übergabe fand im Rahmen eines Festakts im Krönungssaal des Rathauses statt. In ihrer Rede würdigte Kolesnikowa die Unterstützung aus Deutschland und ganz Europa als ermutigendes Signal für alle, die in Belarus und anderswo für Freiheit und Menschenwürde einträten. Für jemanden, der gerade aus dem Gefängnis komme, bedeute das mehr, als Worte ausdrücken könnten.
    Kolesnikowa war bei der offiziellen Verleihung 2022 von ihrer Schwester vertreten worden, weil sie selbst in Belarus in Haft saß. Sie hatte dort nach der Präsidentenwahl 2020 mit anderen Oppositionellen Massenproteste angeführt und war festgenommen worden. Seit vergangenem Dezember ist Kolesnikowa frei.
    Mit dem Internationalen Karlspreis werden Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.