Nach Gefängnisstrafe in Belarus
Bürgerrechtlerin Kolesnikowa nimmt heute Karlspreis in Empfang

Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa nimmt heute in Aachen nachträglich den Karlspreis aus dem Jahr 2022 entgegen.

    Maria Kolesnikowa lächelt während einer Pressekonferenz, vor ihr sind mehrere Mikrofone im Bild zu sehen.
    Maria Kolesnikowa (Evgeniy Maloletka / AP / dpa )
    Wie die Stadt mitteilte, findet die Übergabe bei einem Festakt im Krönungssaal des Rathauses statt. Bei der offiziellen Verleihung 2022 war Kolesnikowa von ihrer Schwester vertreten worden, weil sie selbst in Belarus in Haft saß. Sie hatte dort nach der Präsidentenwahl 2020 mit anderen Oppositionellen Massenproteste angeführt und war festgenommen worden. Seit vergangenen Dezember ist Kolesnikowa frei. Sie war eine von 120 politischen Gefangenen, die der belarussische Machthaber Lukaschenko auf Druck der US-Regierung aus der Haft entließ.
    Mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen werden Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.