Öffentliche Verwaltungen
Bund der Steuerzahler: "Zahl der Beamten sollte deutlich reduziert werden"

Der Bund der Steuerzahler spricht sich dafür aus, die Zahl der Beamten in Deutschland langfristig zu senken. Neuverbeamtungen sollten auf ein Minimum reduziert werden, sagte der Präsident der Organisation, Holznagel, dem Deutschlandfunk. Es solle nur noch um hoheitliche Kernbereiche wie Polizei, Justiz und Finanzverwaltung gehen.

    Reiner Holznagel spricht und gestikuliert.
    Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, fordert weniger Beamte in Deutschland. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Holznagel meinte, der Beamtenstatus dürfe nicht mehr eine Finanzierungsvariante von Personal sein, mit der Versorgungslasten im - Zitat - "toten Winkel der Schuldenbremse" in die Zukunft verschoben würden.
    Das Statistische Bundesamt hatte am Montag mitgeteilt, dass die Zahl der Beamtinnen und Beamten in Deutschland weiter gestiegen ist. Zum Stichtag am 30. Juni 2024 gab es knapp zwei Millionen Beamte, Richter und Soldaten. Das waren 5,8 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Die Bundesländer beschäftigen etwas mehr als zwei Drittel von ihnen. Die meisten Beamten gibt es mit gut 35 Prozent im Schuldienst.
    Die Zahl aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst stieg von 2014 bis 2024 noch stärker an, und zwar um 15,6 Prozent auf 5,38 Millionen.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.