Förderkonzept
Bund will Kauf von neuen Elektroautos mit maximal 6.000 Euro fördern

´Die Bundesregierung will den Kauf neuer Elektroautos mit ⁠einer sozial gestaffelten Prämie ‌von bis zu 6.000 Euro fördern.

    Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
    Bundesumweltminister Carsten Schneider (picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)
    Das kündigte Bundesumweltminister Schneider in Berlin an. Gefördert werden demnach Neukauf und Leasing reiner Batteriefahrzeuge mit einer Basisprämie von 3.000 Euro. 1.500 Euro gibt es für Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit "Range Extender". Das sind meist kleinere Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos verlängern. Voraussetzung für die ‌Förderung ist ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von höchstens 80.000 Euro. Für Familien steigt diese Grenze. Zusätzliche ​Boni für einkommensschwächere Haushalte und Familien können die Förderung auf bis zu 6.000 Euro erhöhen. Der Bundesumweltminister betonte, das Programm gelte rückwirkend zum 1. Januar und richte sich gezielt an Privatleute, insbesondere an Familien.
    Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Kellner, kritisierte die Details. Die hohen Einkommensgrenzen machten die Pläne sozial ungerecht, während die Förderung von Hybridfahrzeugen dem Klimaschutz schade, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Ähnlich äußerten sich Vertreter von Umweltgruppen. Unterstützung kam von der IG Metall. Die neue E-Auto-Förderung sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Positiv seien die soziale Staffelung und die rückwirkende Geltung. Die Gewerkschaft forderte, die Förderung bald auf Gebrauchtwagen auszuweiten und eine Beschränkung auf in der EU gefertigte Fahrzeuge zu prüfen. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sieht indes erheblichen Nachbesserungsbedarf. VDIK-Präsidentin Labbé nannte es eine "verschenkte Chance", dass gebrauchte E-Autos nicht gefördert würden.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.