
In einer gemeinsamen Mitteilung heißt es, extreme Hitze müsse als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden. Die Unterzeichner fordern unter anderem einen Europäischen Hitzeschutzplan, unterstützt durch einen Notfall-Anpassungsfonds. Damit sollen beispielsweise die Hitzeüberwachung und Gesundheitseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen klimafest gemacht werden. Außerdem wird verlangt, die Lücke im europäischen Arbeitsschutz bei Hitze durch verbindliche, regional angepasste Temperaturschwellenwerte zu schließen.
Trotz Aktionsplänen steigt hitzebedingte Sterblichkeit
Trotz bestehender nationaler Hitze-Gesundheits-Aktionspläne, Frühwarnsysteme und einer EU-Anpassungsstrategie steige die hitzebedingte Sterblichkeit weiter, kritisieren die Organisationen. Allein in der Spitzenwoche der Hitzewelle im Juni seien mehrere Tausend Übersterblichkeitsfälle registriert worden. In Deutschland starben in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen (Stand: Mitte Juli). Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.
Die Europäische Kommission erarbeitet derzeit das sogenannte "European Climate Resilience Framework". Den Unterzeichnern des Appells reicht das nicht aus.
Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
