Krankenkassenreform
Bundesärztekammerpräsident begrüßt Maßnahmen bei Versicherten und Leistungserbringern

Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, sieht in den Reformvorschlägen für die gesetzlichen Krankenkassen einen wichtigen Beitrag für Einsparungen im System. Reinhardt sagte im Deutschlandfunk, die Arbeit der von der Bundesregierung ausgewählten Expertenkommission sei ausgewogen und strukturiert.

    Klaus Reinhardt vor einer blauen Wand, er trägt einen Anzug mit Krawatte und eine Brille.
    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (Hannes P. Albert / dpa / Hannes P Albert)
    Einsparungen seien dringend nötig, und es sei richtig, damit sowohl bei Versicherten als auch bei den Leistungserbringern gleichermaßen anzusetzen. So bezeichnete Reinhard etwa die Empfehlung für eine Zuckersteuer und höhere Steuern auf Tabak und Alkohol als absolut nachvollziehbar. Die Bundesärztekammer befürworte diese Vorschläge, weil sie einen präventiven Effekt hätten.
    Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hatte Anfang der Woche einen Maßnahmenkatalog zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Bundesgesundheitsministerin Warken erklärte daraufhin, sie wolle diese Empfehlungen nicht gänzlich übernehmen. Sie lehnte zum Beispiel den Vorschlag ab, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abzuschaffen. SPD-Generalsekretär Klüssendorf sprach sich generell gegen Einschnitte zulasten von Patienten aus.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.