
Vollbeschäftigte Frauen erhielten im Jahr 2024 im Schnitt 17,2 Prozent weniger Lohn und Gehalt als in Vollzeit arbeitende Männer, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur in Nürnberg mitteilte. Der sogenannte "Gender Pay Gap" sei damit seit 2019 um 3,2 Prozentpunkte zurückgegangen, hieß es. Als ein Grund dafür wurde die schrittweise Erhöhung des Mindestlohns genannt.
Regional sei die Entwicklung aber sehr unterschiedlich, berichten die Experten. So sei die Lücke im Osten generell geringer als im Westen. Die geringsten Lohnunterschiede gibt es demnach in Mecklenburg-Vorpommern, die höchsten in Baden-Württemberg. Das Institut empfahl unter anderem eine Ausweitung der Kinderbetreuung sowie eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeiten für Männer und Frauen, um noch näher an eine gleiche Bezahlung zu kommen.
Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
