Kriminalität
Bundesanwaltschaft erhebt Anklage nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen - islamistisches Motiv vermutet

Nach einem Messerangriff im vergangenen September auf eine Lehrerin in Essen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Täter erhoben.

    Am Eingang des Dienstgebäudes des Generalbundesanwalts in Karlsruhe hängt das Amtsschild mit Bundesadler.
    Der Dienstsitz des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe (picture alliance / imageBROKER / Arnulf Hettrich)
    Dies gab die Behörde in Karlsruhe bekannt. Sie bezichtigt den zur Tatzeit 17-jährigen Kosovaren unter anderem des dreifachen versuchten Mordes aus einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie heraus. Der damalige Schüler hatte auch den Hausmeister einer Grundschule und einen Passanten angegriffen. Letzterer und die Lehrerin wurden durch Messerstiche schwer verletzt. Nach Überzeugung der Anklage wollte der Täter zudem vor der Alten Synagoge der Stadt jüdische Bürger attackieren, traf dort aber keine an. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss nun über einen Prozess entscheiden.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.