Platznot
Bundesarchiv warnt vor Auslagerung von Dokumenten

Das Bundesarchiv hat nach eigenen Angaben Platznot und muss deshalb private Liegenschaften für die Lagerung von Akten mieten. Dies habe gravierende Nachteile, sagte der Präsident des Bundesarchivs, Hollmann, der Katholischen Nachrichten-Agentur.

    Das Logo des Bundesarchivs, aufgenommen bei einem Pressetermin zur Vorstellung der neuen Katastrophenschutz-Anhänger für das Bundesarchiv.
    Das Bundesarchiv beherbergt wichtige Dokumente der Zeitgeschichte. (picture alliance / dpa / Monika Skolimowska)
    So erfüllten die Räume oft nicht die Standards zum Erhalt des Papiers. Außerdem seien die Provisorien viel teurer als ein eigener Anbau, der seit langem ausstehe. Bei den Akten handelt es sich dem Historiker zufolge um Dokumente aus allen Bereichen wie der Bundesverwaltung, dem Kanzleramt, Ministerien und Gerichten.
    Wegen der Haushaltslage geht Hollmann nicht davon aus, dass sich an der Situation in naher Zukunft etwas ändern wird. Eine schnelle Digitalisierung der Bestände im Bundesarchiv ist Hollmann zufolge nicht möglich. Zum einen erhalte das Archiv weiterhin jährlich mehrere Kilometer an Papierakten. Zudem gebe es auch originale Unterlagen, deren identitätsstiftender Wert so groß sei, dass man sie nicht einfach entsorgen könne.
    Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.