Krieg im Nahen Osten
Merz verteidigt Angriffe auf Iran - auch internationale Kritik - Papst ruft zu Ende der Gewalt auf

Bundeskanzler Merz hat die Angriffe Israels und der USA auf den Iran verteidigt. Die Bundesregierung teile die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass das Mullah-Regime jetzt an sein Ende komme, sagte er in Berlin. Mit den Vereinigten Staaten und Israel habe man zudem das gemeinsame Interesse, dass der Terror dieses Regimes aufhöre.

    Das Bild zeigt Friedrich Merz mit einem ernsten Gesichtsausdruck vor einer deutschen und einer europäischen Flagge, während er ein Statement abgibt.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Man werde die Partner nicht belehren, sagte Merz. Denn offensichtlich hätten bisher alle Maßnahmen den Iran nicht von dem Atom- und Raketenprogramm abhalten können. In Brüssel erklärte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, für die Menschen im Iran gebe es nun neue Hoffnung.
    Kritik vor allem an der Tötung des iranischen Ayatollahs Chamenei kam dagegen unter anderem aus autoritär regierten Staaten. Der russische Staatschef Putin erklärte, damit seien alle Normen der menschlichen Moral und jedes internationale Recht verletzt worden. Ähnlich äußerten sich die Regierungen Chinas und Nordkoreas. Im Gaza-Streifen sprach die militant-islamistische Hamas von einem "abscheulichen Verbrechen".
    Papst Leo XIV. forderte ein Ende der "Spirale der Gewalt" im Nahen Osten. Er sagte in einer Ansprache in Rom nach dem traditionellen Angelus-Gebet, es müsse der Diplomatie wieder Raum gegeben werden.
    Diese Nachricht wurde am 01.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.