Treffen mit Rubio
Bundesaußenminister Wadephul betont Einigkeit mit den USA - Zuversicht über eine NATO-Lösung zu Grönland

Nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Rubio hat Bundesaußenminister Wadephul die Einigkeit mit den USA betont. Die ‌Partnerschaft sei weiterhin stark, sagte der CDU-Politiker in Washington.

    Bundesaußenminister Johann Wadephul (l, CDU), steht neben seinem Amtskollegen, US-Außenminister Marco Rubio.
    Johann Wadephul (l, CDU), Außenminister, steht neben seinem Amtskollegen, US-Außenminister Marco Rubio. (dpa / Michael Kappeler)
    Er verwies auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig, dass die Beistandspflicht nach NATO-Artikel 5 verbindlich sei. Dies sei ein klares Signal an Russland. Wadephul gab sich darüber hinaus zuversichtlich, eine Lösung zu Grönland im Rahmen der NATO zu finden. Das Militärbündnis sei dabei, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie die Sicherheit im arktischen Raum garantiert werden könne. Deutschland werde dabei auch Beiträge leisten. Zu den Drohungen von US-Präsident Trump, die zu Dänemark gehörende Insel gewaltsam zu übernehmen sagte Wadephul, es gebe "keinen Anhaltspunkt dafür, dass das ernsthaft erwogen" werde.

    Wadephul verlangt mehr Einfluss bei Vereinten Nationen

    Nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Guterres in New York
    forderte Wadephul mehr Einfluss Deutschlands bei den Vereinten Nationen.Die personelle ⁠Vertretung in ‌den Vereinten Nationen sei nicht ausreichend und werde dem Gewicht und der Bedeutung Deutschlands nicht gerecht, sagte er. Für die Zukunft müsse klar ‌sein, dass Deutschland seinen Platz auch am Tisch der Vereinten ​Nationen haben wolle. Wadephul rief UNO-Organisationen zudem auf, ihren Sitz nach Bonn zu verlagern. Derzeit sind die Vereinten Nationen mit mehr als 20 Organisationen in Bonn vertreten.
    Zuvor hatte Wadephul nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Rubio den Rückzug der USA aus mehr als 60 internationalen Verträgen und Organisationen kritisiert. Dazu ​gehören auch zahlreiche UNO-Institutionen.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.