Kein Sitz im UNO-Sicherheitsrat
Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan äußert sich enttäuscht

Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan hat das Scheitern Deutschlands bei der Kandidatur für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat als herbe Enttäuschung bezeichnet.

    Reem Alabali Radovan (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, im Porträt
    Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Christoph Gollnow)
    Zugleich warnte die SPD-Politikerin davor, sich aus der Verantwortung für die Vereinten Nationen zurückzuziehen. Deutschland müsse verlässlich bleiben und Verantwortung übernehmen, erklärte sie in Berlin. Der hessische Minister für Internationales, Pentz, von der CDU, hatte nach der Entscheidung Kürzungen der deutschen Finanzbeiträge für die UNO befürwortet. Dem widersprach der Grünen-Außenpolitiker Wagener. Er sagte im Deutschlandfunk, sich beleidigt zurückzuziehen, sei nicht im deutschen Interesse. Von Seiten der Bundesregierung hieß es, es spreche viel für eine erneute Bewerbung in acht Jahren. Gestern hatte die UNO-Vollversammlung anstatt Deutschland Portugal und Österreich jeweils mit einem Sitz im Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 bedacht.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.