
Nur wer früh lerne, mit digitalen Medien selbstbestimmt und kritisch umzugehen, könne deren Chancen nutzen, ohne den Risiken zu erliegen, sagte die CDU-Politikerin bei einem "Handy-Gipfel" in Sachsen. Familien, Lehrer und pädagogische Fachkräfte trügen hier gemeinsam Verantwortung. Ziel dabei müsse eine digitale Welt sein, in der junge Menschen sicher, mündig und aktiv mitmachen könnten. Kinder und Jugendliche hätten ein Recht auf digitale Teilhabe und dürften nicht ausgeschlossen werden.
Sachsens Kultusminister Clemens, ebenfalls CDU, hatte Experten nach Dresden eingeladen. Er sicherte zu, bei einem weiteren Fachgespräch Anfang 2026 stünden unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz im Fokus.
Handyverbote an Schulen bald auch in Sachsen
An Sachsens Grundschulen soll es künftig ein Handyverbot geben. Man erarbeite ein landesweites Verbot für die Nutzung privater Handys an Grundschulen zum nächsten Schulhalbjahr, mit begründeten Ausnahmen, erklärte Clemens. Regelungen für weiterführende Schulen würden folgen. In anderen Bundesländern gibt es solche Verbote bereits. Nordrhein-Westfalen hat in dieser Woche auch an weiterführenden Schulen damit begonnen.
Prien verwies auf Studien, wonach Kinder und Jugendliche täglich immer länger auf Handy und Co. starrten. Diese langen Bildschirmzeiten machten ihr wirklich Sorgen, denn sie könnten das Wohlbefinden, die Lernleistung und die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen erheblich beeinträchtigen. Deshalb sei es notwendig, in der Grundschule klare Regeln zu setzen. Private Handynutzung sollte dort keinen Platz haben. In den weiterführenden Schulen hingegen sollten altersgerechte Lösungen entwickelt werden, die eine verantwortliche Nutzung ermöglichen.
In den vergangenen Tagen hatten mehrere Verbände gefordert, die Medienkompetenz zu stärken. Viele fordern ein eigenes Schulfach.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.