Pflegeversicherung
Bundesgesundheitsministerin rechnet 2027 und 2028 mit Finanzlücke von mehr als 22,5 Milliarden Euro

In der gesetzlichen Pflegeversicherung droht nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Warken in den kommenden beiden Jahren ein Defizit von mehr als 22,5 Milliarden Euro.

    Nina Warken steht bei einer Pressekonferenz an einem Pult.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, CDU (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    2027 werde mit mehr als 7,5 Milliarden Euro gerechnet, 2028 mit mehr als 15 Milliarden, sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Die Ausgaben überstiegen seit Jahren die Einnahmen. Die derzeitige Entwicklung gefährde bereits die Zahlungsfähigkeit der Pflegekassen im laufenden Jahr.
    Warken betonte, es würden immer mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft, was aber nur zu einem kleinen Teil mit der demografischen Entwicklung zu erklären sei. Seit Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 habe sich die Zahl der Anspruchsberechtigten verdoppelt. Sie liege nun bei über sechs Millionen Menschen. Die Ministerin will Mitte Mai einen Gesetzentwurf für eine Pflegereform vorlegen.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.