Debatte über hohen Krankenstand
Bundesgesundheitsministerin Warken will telefonische Krankschreibung überprüfen

Bundesgesundheitsministerin Warken will die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung überprüfen.

    Nina Warken (CDU), Bundesministerin für Gesundheit, äußert sich bei einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Gesundheit.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken spricht im Gesundheitsministerium. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Es gehe darum, Missbrauch bei den Krankschreibungen zu vermeiden, sagte die CDU-Politikerin dem "Tagesspiegel". Zuvor hatte Bundeskanzler Merz seine am Wochenende geäußerte Kritik an einem zu hohen Krankenstand in Deutschland erneuert. Die telefonischen Krankschreibungen zählte er zu den Ursachen.
    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte Merz Aussagen gestern unterstützt. Die telefonische Krankschreibung "lade natürlich zum Missbrauch ein“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gassen. Kritik kam hingegen von der Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Machalet. Die SPD-Politikerin erklärte, die meisten Menschen in den Betrieben würden sich nicht aus einer "Laune" heraus krankschreiben, sondern weil sie lange "bis zum Limit" gearbeitet hätten und dann ausfielen.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.