Finanzen
Bundeshaushalt für 2026 steht - Opposition beklagt hohe Neuverschuldung

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat sich auf einen Etat für das kommende Jahr verständigt.

    Mehrere gerollte 100-Euro-Scheine
    Einigung über den Bundestat 2026 erreicht (picture alliance / Shotshop | Nadim Mahjoub)
    Er sieht Ausgaben von rund 525 Milliarden Euro vor, bei einer Neuverschuldung von knapp 98 Milliarden Euro. Zusammen mit den Krediten für die Sonderetats für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr dürfte die Gesamtneuverschuldung rund 180 Milliarden Euro betragen. Noch höher war sie nur während der Corona-Pandemie 2021. Ende des Monats soll der Bundestag über den Etat für das kommende Jahr abstimmen.
    Die Opposition im Bundestag kritisierte die hohe Schuldenaufnahme. Der AfD-Haushaltspolitiker Espendiller verwies auf steigende Ausgaben für Zinsen in den nächsten Jahren. Seine Partei schlägt statt hoher Schulden vor, die Zahlungen an die Europäische Union zu kürzen und die Waffenlieferungen an die Ukraine zu stoppen. Der Grünen-Haushaltspolitiker Schäfer warf Union und SPD vor, Steuergeschenke etwa für die Gastronomie zu verteilen, statt in Brücken, Schienen und schnelles Internet zu investieren. Der Linken-Politiker Bartsch beklagte die hohen Rüstungsausgaben und einen Mangel an Reformen bei Pflege und Rente.
    Diese Nachricht wurde am 14.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.