Migration
Bundesinnenminister Dobrindt will wegen Ceuta Grenzkontrollen verlängern - Linke fordert Aufnahme Schutzsuchender

Bundesinnenminister Dobrindt hat angekündigt, dass die Kontrollen an den deutschen Grenzen über September hinaus verlängert werden sollen. Der CSU-Politiker begründete dies mit der Situation in Ceuta.

    Das Foto zeigt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
    Bundesinnenminister Dobrindt, CSU, will angesichts der Lage in der spanischen Exklave Ceuta die deutschen Grenzkontrollen verlängern. (Michael Kappeler/dpa)
    Dobrindt betonte, "unsere Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration müssen erhalten und weiter ausgebaut werden." Die Lage in Ceuta zeige, wie hoch der "Migrationsdruck" auf Europa weiterhin sei. Ceuta gehört allerdings gar nicht zum Schengenraum. Deshalb ist eine reguläre Weiterreise nach Deutschland von dort aus gar nicht möglich.
    Die AfD-Vorsitzende Weidel forderte, es müsse sichergestellt werden, dass die Migranten von Ceuta aus niemals den europäischen Kontinent beträten. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Fiedler, sagte, seine Sorge sei nicht in erster Linie, dass die Menschen nach Deutschland weiterzögen. Er sehe eher das Risiko neuer Migrationsbewegungen, weil Schleuser den Eindruck vermittelten, dass eine bestimmte Route in die EU Erfolg verspreche. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Bünger, sagte, Deutschland und die EU stünden in der Pflicht, Schutzsuchende aufzunehmen.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.