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Extremismus
Bundesinnenministerium verbietet Islamisches Zentrum Hamburg

Das Bundesinnenministerium hat das Islamische Zentrum Hamburg verboten.

    Einsatzkräfte der Polizei stehen während einer Razzia beim islamischen Zentrum Hamburg vor der Imam Ali Moschee (Blaue Moschee) an der Außenalster.
    Bereits im November durchsuchte die Polizei die Blaue Moschee in Hamburg, die vom Islamischen Zentrum Hamburg betrieben wird. (Daniel Bockwoldt / dpa / Daniel Bockwoldt)
    Es handele sich um eine extremistische Organisation, die verfassungsfeindliche Ziele verfolge, hieß es in einer Mitteilung. Auch weitere Teilorganisationen seien verboten worden, darunter in Frankfurt am Main, München und Berlin. Seit dem frühen Morgen finden zudem Durchsuchungen in acht Bundesländern statt, unter anderem in der Blauen Moschee in Hamburg, die von dem Islamischen Zentrum betrieben wird. Bundesinnenministerin Faeser nannte das Verbot einen konsequenten Schritt gegen islamistischen Extremismus. Man handele jedoch nicht gegen eine Religion, betonte Faeser.
    Das Islamische Zentrum Hamburg wurde seit mehr als 30 Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet und gilt als extremistisch sowie vom Iran gesteuert. Das Innenministerium hatte ein Verbot seit anderthalb Jahren geprüft, bereits im November fanden Durchsuchungen statt.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.