Kabinettsumbildung
Bundeskanzler Merz äußert sich zu weiteren Personalwechseln

Bundeskanzler und CDU-Chef Merz wird sich am Mittag zu weiteren Personalentscheidungen in Partei und Regierung äußern. Es geht um das Amt des CDU-Generalsekretärs sowie den Posten des Bundesverkehrsministers.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin vor der deutschland und der Europaflagge
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will weitere personelle Veränderungen bekanntgeben. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Die bisherige CDU-Schatzmeisterin Hoppermann soll neue Generalsekretärin ihrer Partei werden. Merz habe sie in der Sitzung des CDU-Präsidiums vorgeschlagen, meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Hoppermann soll auf Carsten Linnemann folgen, der Bundesgesundheitsminister werden soll.
    Der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Bilger, soll neuer Bundesverkehrsminister werden. Regierungssprecher Kornelius hatte gestern erklärt, Merz werde Bilger als Nachfolger von Patrick Schnieder vorschlagen. Der Kanzler habe Schnieder bereits am Donnerstag informiert, dass er einen Wechsel im Ministeramt plane. Kurz zuvor hatte Schnieder selbst um seine Entlassung gebeten. Damit wolle er den "unwürdigen Zustand" beenden, der die notwendige sachliche Arbeit unmöglich mache. 
    Merz war für den Umgang mit Schnieder auch parteiintern kritisiert worden.

    Bilger ist ausgewiesener Verkehrsexperte 

    Der 47-jährige Bilger saß mehrere Jahre im Verkehrsausschuss des Parlaments und war anschließend Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. Er gilt als fachlich geeignet. Für das Management der Unionsfraktion in den ersten 15 Monaten der schwarz-roten Koalition hatte Bilger bereit Anerkennung aus der Union bekommen.

    Kritik am Umgang mit Schnieder

    Die Kritik an Merz in der Union wegen des Umgangs mit Schnieder hatte sich am Wochenende weiter aufgebaut. Der frühere Kanzleramtschef Altmaier schrieb auf X: Der Umgang mit Schnieder mache ihn betroffen und wütend und werde weder seiner Person noch seiner Leistung gerecht. 
    Schnieders Bruder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder, teilte den Post kommentarlos - ein Zeichen der Unterstützung für diese Haltung.
    Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Schulze, sagte im Deutschlandfunk, der unglückliche Ablauf des Personalwechsels überschatte auch den Landtagswahlkampf in seinem Bundesland. Dort wird im September gewählt. Schulze betonte, er hoffe deshalb darauf, dass das Thema heute abgeschlossen werde.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.