
Die großen Fragen unserer Zeit könnten nur europäisch beantwortet werden, sagte Merz und sprach von einem "wertegebundenen Realismus". Der Kontinent sei stark und leistungsfähig und biete eine Alternative zu Imperialismus und Autokratie. Zugleich forderte Merz, dass Europa die Sprache der Macht sprechen lernen müsse. Er verlangte eine stärkere Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Der Kanzler verwies ausdrücklich auf die angespannten transatlantischen Beziehungen. Zugleich sicherte er zu, sich weiter für ein enges Verhältnis mit den USA einzusetzen.
Die Delegierten seiner Partei rief Merz zu Mut und Verantwortungsbereitschaft auf. Die Aufgabe der CDU sei, die Gesellschaft in die Zukunft zu führen und Zuversicht zu geben.
Der zweitägige Bundesparteitag mit rund eintausend Delegierten dient der Positionsbestimmung nach neun Monaten schwarz-roter Koalition sowie der Einstimmung auf das Wahljahr. Merz sowie der Vorstand stellen sich am Nachmittag zur Wahl. Als Gast des Parteitags nimmt unter anderem die frühere CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Merkel teil.
Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
