China-Reise
Bundeskanzler Merz besucht Tech-Metropole Hangzhou - Röttgen mahnt De-Risking an

Der CDU-Außenpolitiker Röttgen hat angesichts der China-Reise von Bundeskanzler Merz den Abbau deutscher Abhängigkeiten angemahnt. Es brauche dringend De-Risking gegenüber China, sonst könne Deutschland die eigenen Interessen nicht ausreichend vertreten.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) besucht die Firma Unitree Robotics in der Provinz Zhejiang und lässt sich von Gründer und Geschäftsführer Wang Xingxing (l) durch die Präsentationsräume führen.
    Bundeskanzler Merz besucht China (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Das sagte Röttgen im Deutschlandfunk. In dem Zusammenhang kritisierte er auch die deutsche Industrie. Diese denke weiter nur an kurzfristige Profite und verschließe die Augen vor langfristigen Risiken, etwa einem chinesischen Einmarsch in Taiwan. Die bisherige China-Reise von Merz bewertete Röttgen positiv. Der Kanzler habe hinter verschlossenen Türen alle kritischen Punkte angesprochen und zugleich konstruktiv gearbeitet.
    Merz hatte beim Treffen mit Präsident Xi in Peking für weitere Investitionen der Volksrepublik in Deutschland geworben und einen Auftrag Chinas zum Kauf weiterer 120 Flugzeuge des europäischen Herstellers Airbus bekannt gegeben. Zum Abschluss seiner Reise sind heute in der Technologie-Metropole Hangzhou Besuche beim chinesischen Roboter-Hersteller Unitree und in einer Produktionsstätte von Siemens Energy geplant.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.