
Merz rief in Erinnerung, dass die EU rund 100 Millionen Einwohner mehr habe als die USA. Im Sinne größerer Selbstachtung solle man sich der eigenen Stärke vermehrt bewusst sein. "Wir wollen uns nicht länger unter Wert verkaufen", sagte Merz. Es bestünden gegenseitige Abhängigkeiten und die EU wisse, wie sie eigene Interessen durchsetzen könne.
Merz offen für deutsche Beteiligung an Mission in Straße von Hormus nach Kriegsende
Der CDU-Vorsitzende bekräftigte darüber hinaus noch einmal die Ablehnung von US-Präsident Trumps Forderung nach militärischer Unterstützung bei der Absicherung der Straße von Hormus. Zwar teile die Bundesregierung mit den USA und Israel das Ziel, dass das iranische Regime keine Bedrohung mehr darstellen dürfe. Es seien aber viele Fragen zum Krieg gegen den Iran offen.
Es fehle weiterhin ein überzeugendes Konzept, Washington habe die Bundesregierung auch nicht zurate gezogen. "Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist", sagte Merz Der Bundeskanzler fügte hinzu, auch aus wirtschaftlicher Sicht schade dieser Krieg allen, auch den USA.
Merz: Möglichst viel Bürokratie abschaffen
Merz forderte die Europäische Kommission erneut zu einem umfangreichen Abbau von Bürokratie auf. Er erwarte nicht mehr und nicht weniger, als dass die Brüsseler Behörde die Gesamtheit des gültigen EU-Rechts durchforste. Die Kommission müsse dabei zwei Fragen beantworten: Wo ließen sich bestehende Gesetze vereinfachen und wo könnten Überregulierungen ersatzlos gestrichen werden.
Merz gab die Regierungserklärung im Bundestag vor dem bevorstehenden zweitägigen EU-Gipfel ab.
Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
