Regierungserklärung
Bundeskanzler Merz: Deutschland kauft Tomahawk-Marschflugkörper von den USA

Deutschland wird nach den Worten von Bundeskanzler Merz Tomahawk-Marschflugkörper von den USA kaufen. Der CDU-Politiker sagte im Bundestag, man habe sich beim NATO-Gipfel in Ankara mit der US-Regierung geeinigt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt in der 89. Plenarsitzung der 21. Legislaturperiode im Deutschen Bundestag eine Regierungserklärung zur aktuellen politischen Lage ab.
    Kanzler Merz bei der Regierungserklärung im Bundestag. (Bernd von Jutrczenka / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Die Marschflugkörper würden in Deutschland stationiert. Der Kanzler betonte, damit werde eine wichtige strategische Verteidigungslücke geschlossen. Merz äußerte sich zufrieden über die Ergebnisse des Gipfels. Die europäischen Bündnismitglieder und Kanada hätten die Notwendigkeit erkannt, mehr für ihre Verteidigung zu tun.

    Pistorius spricht von "Vertrauensbeweis" der USA gegenüber Deutschland

    Bundesverteidigungsminister Pistorius begrüßte die Entscheidung der USA, Deutschland Tomahawk-Marschflugkörper zu verkaufen, als Vertrauensbeweis. Pistorius sagte auf Anfrage des Deutschlandfunks, es sei ein starkes Zeichen der transatlantischen Freundschaft, dass die US-Regierung Deutschland die Beschaffung der Waffen sowie bodengestützter Typhon-Startgeräten ermöglichen wolle. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla warf der Bundesregierung hingegen vor, lieber in Panzer statt in Kinder zu investieren. Sie zelebriere - so wörtlich - einen Rüstungsrausch.
    Die Tomahawk-Mittelstreckenwaffen haben eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. Vor zwei Jahren hatte der frühere US-Präsident Biden in Aussicht gestellt, solche und weitere Waffensysteme kostenlos in Deutschland zu stationieren. Der aktuelle Amtsinhaber Trump hatte die geplante Stationierung gestoppt.

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    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.