
Die Marschflugkörper würden in Deutschland stationiert. Der Kanzler betonte, damit werde eine wichtige strategische Verteidigungslücke geschlossen. Merz äußerte sich zufrieden über die Ergebnisse des Gipfels. Die europäischen Bündnismitglieder und Kanada hätten die Notwendigkeit erkannt, mehr für ihre Verteidigung zu tun.
Pistorius spricht von "Vertrauensbeweis" der USA gegenüber Deutschland
Bundesverteidigungsminister Pistorius begrüßte die Entscheidung der USA, Deutschland Tomahawk-Marschflugkörper zu verkaufen, als Vertrauensbeweis. Pistorius sagte auf Anfrage des Deutschlandfunks, es sei ein starkes Zeichen der transatlantischen Freundschaft, dass die US-Regierung Deutschland die Beschaffung der Waffen sowie bodengestützter Typhon-Startgeräten ermöglichen wolle. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla warf der Bundesregierung hingegen vor, lieber in Panzer statt in Kinder zu investieren. Sie zelebriere - so wörtlich - einen Rüstungsrausch.
Die Tomahawk-Mittelstreckenwaffen haben eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. Vor zwei Jahren hatte der frühere US-Präsident Biden in Aussicht gestellt, solche und weitere Waffensysteme kostenlos in Deutschland zu stationieren. Der aktuelle Amtsinhaber Trump hatte die geplante Stationierung gestoppt.
Ankara - Was bleibt vom NATO-Gipfel?
Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
