Vor NATO-Gipfel
Bundeskanzler Merz erläutert US-Präsident Trump in Telefonat die deutschen Verteidigungsausgaben

Vor dem morgen beginnenden NATO-Gipfel in der Türkei hat Bundeskanzler Merz US-Präsident Trump die Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben erläutert.

    Donald Trump und Friedrich Merz im Säulengang des Weißen Hauses
    Donald Trump und Friedrich Merz im Säulengang des Weißen Hauses (Archivbild) (IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    Diese hatte Trump kürzlich als "lächerlich" kritisiert. Nach Angaben aus Regierungskreisen machte Merz nun in einem Telefonat mit ihm deutlich, dass die vom US-Präsidenten herangezogenen Zahlen veraltet seien. Der Bundeskanzler hatte bereits am Freitag darauf hingewisen, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele. Er sprach von der größten Kraftanstrengung jemals zur Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeit.
    Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen Trumps hatten die NATO-Staaten im vergangenen Jahr vereinbart, bis spätestens 2035 mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben etwa bei der Infrastruktur. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bereits im Jahr 2029 erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.