Ein Jahr Schwarz-Rot
Bundeskanzler Merz sieht keine Alternative zur Koalition

Am ersten Jahrestag der schwarz-roten Regierung hat Bundeskanzler Merz dazu aufgerufen, die Zusammenarbeit in kollegialem Geist fortzusetzen. Es gebe zu dieser Koalition keine Alternative, bekräftigte der CDU-Vorsitzende nach Angaben eines Regierungssprechers in einer regulären Sitzung des Kabinetts.

    Friedrich Merz und Bärbel Bas sitzen nebeneinander in der Bundesprässekonferenz; Bas spricht ins Mikrofon.
    Ziehen Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot: Bundeskanzler Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Er setze auf gegenseitiges Vertrauen und hoffe, dass der Optimismus nicht zu kurz komme. Zudem rief Merz die SPD zu mehr Kompromissbereitschaft auf. Die Union habe sich in den vergangenen zwölf Monaten sehr flexibel gezeigt.
    SPD-Chefin Bas zog eine gemischte Bilanz. In den ⁠vergangenen Wochen ⁠habe es ordentlich geruckelt, sagte die Bundesarbeitsministerin dem "Spiegel". Bas sprach auch von einer großen Kompromissbereitschaft ihrer Partei etwa bei der Grundsicherung. Die Regierung sei besser als ‌ihr ‌Ruf.
    Merz war am 6. Mai 2025 im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt worden. Am selben Tag wurden er und seine Ministerinnen und Minister vereidigt.

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    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.