
Er vermute, dass es dabei allein nicht bleiben werde, sagte Merz im ARD-Fernsehen. Das Konzept werde der Bundeswehr nicht genügend neues Personal bringen, so die Einschätzung des CDU-Politikers. Dennoch spreche er sich dafür aus, dass die Regierung zunächst das im Koalitionsvertrag verabredete Modell eines freiwilligen Wehrdienstes versuche. Der Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Pistorius setzt auf Freiwilligkeit, um mehr junge Leute für die Bundeswehr zu gewinnen. Dafür soll der Wehrdienst nach den Plänen des SPD-Politikers finanziell attraktiver werden. Die Bundeswehr benötigt etwa 80.000 zusätzliche aktive Soldaten.
Der CSU-Vorsitzende Söder hatte sich für eine schnelle Rückkehr zur Wehrpflicht ausgesprochen. Daran führe kein Weg vorbei, sagte er. SPD-Generalsekretär Klüssendorf kritisierte die anhaltende Diskussion. Wer wieder und wieder Debatten aufwärme, schwäche die Glaubwürdigkeit der Politik und verunsichere junge Menschen, sagte er dem Magazin "Stern". Stattdessen müsse sich die schwarz-rote Koalition nun endlich an die Umsetzung machen.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
