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Krieg in Nahost
Bundeskanzler Scholz: Deutschland steht an der Seite Israels

Bei seinem Besuch in Tel Aviv hat Bundeskanzler Scholz andere Staaten davor gewarnt, sich in den Konflikt zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas einzumischen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nimmt neben Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel, an einer Pressekonferenz teil, im Hintergrund die Nationalflaggen beider Länder.
    Israels Ministerpräsident Netanjahu (rechts) bedankte sich bei Bundeskanzler Scholz für die Solidarität Deutschlands. (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Ohne den Iran oder die Hisbollah namentlich zu erwähnen sagte Scholz, das wäre ein schwerer, ein unverzeihlicher Fehler. Es gelte einen Flächenbrand in der Region zu verhindern. Zugleich unterstrich Scholz Israels Recht auf Selbstverteidigung. Der Bundeskanzler sicherte Israel erneut die Solidarität und den Beistand Deutschlands zu. Zuvor hatte Scholz mit Premierminister Netanjahu unter anderem über humanitäre Hilfe für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen gesprochen. Der Bundeskanzler kündigte an, darüber auch mit dem ägyptischen Präsidenten al-Sisi zu beraten. Militante Palästinenser feuerten heute erneut Raketen auf mehrere Städte in Israel. Die israelische Luftwaffe wiederum setzte ihre Angriffe auf Ziele der Hamas im Gazastreifen fort. Außerdem seien an der Grenze zum Libanon mehrere Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Die Hamas meldete den Tod einer ihrer Kommandeure. Außerdem seien 14 Familienmitglieder des Hamas-Anführers Hanija getötet worden. Hanija selbst hält sich in Katar auf. Seit Beginn des Krieges wurden nach palästinensischen Angaben rund 3.000 Menschen im Gazastreifen getötet, mehr als 12.000 seien verletzt worden.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.