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Gipfel in Berlin
Bundeskanzler Scholz: Westbalkan-Staaten haben Fortschritte gemacht

Bundeskanzler Scholz hat beim jährlichen Westbalkan-Gipfel in Berlin die Fortschritte der dortigen EU-Beitrittskandidaten in den vergangenen Jahren gewürdigt.

    Karte der Westbalkanstaaten mit den Ländern die Beitrittskandidaten oder potenzielle Beitrittskandidaten für die EU sind.
    Sechs Länder des Westbalkans wollen der EU beitreten. (picture-alliance/ dpa-infografik)
    Scholz nannte als Beispiele mehrere Abkommen zur Verbesserung der Mobilität zwischen den sechs Ländern, die Senkung von Roaming-Gebühren, den Studentenaustausch und eine regionale Klimapartnerschaft. Der so genannte Berlin-Prozess mit den Beitrittskandidaten Serbien, Kosovo, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien war 2014 angestoßen worden. Scholz sagte, die Europäische Union sei erst vollständig, wenn der Westbalkan Teil von ihr sei.
    Die EU hatte den sechs Ländern bereits 2003 den Beitritt in Aussicht gestellt. Bei dem diesjährigen Treffen sollen weitere Vereinbarungen für einen gemeinsamen regionalen Markt und den Zugang zur Hochschulbildung unterzeichnet werden.
    Mit Blick auf die Entwicklung in den Beitrittsländern verwies der Grünen-Außenpolitiker Mijatovic im Deutschlandfunk auf große Unterschiede, beispielsweise in der Verwaltung. Vorbildlich entwickele sich etwa Montenegro, das den Beitritt im Jahr 2028 anstrebe. Schwierig sei die Lage hingegen in Serbien.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.