Jagdgesetz
Bundeslandwirtschaftsminister verteidigt geplanten leichteren Abschuss von Wölfen

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hat die geplante Reform des Jagdgesetzes zum leichteren Abschuss von Wölfen gegen Kritik verteidigt. Es gehe um den Schutz von Weidetieren, sagte der CSU-Politiker im ARD-Fernsehen vor den Beratungen des Bundestags am Nachmittag.

    Vier Wölfe stehen zusammen auf einem Hügel in einem Wald.
    In Deutschland gab es über 200 Wolfsrudel. (picture alliance / imageBROKER / Raimund Linke)
    In keinster Weise wolle man den Wolf ausrotten. Inzwischen gebe es in Deutschland über 200 Wolfsrudel, sagte Rainer. Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt; es kommt immer wieder vor, dass Nutztiere wie Schafe und Ziegen gerissen werden.
    Die Bundesregierung hatte im vergangenen Monat eine Änderung des Jagdgesetzes auf den Weg gebracht. Der Entwurf sieht ein sogenannntes "regionales Bestandsmanagement" vor. Damit können Bundesländer in Regionen mit einer hohen Wolfsdichte die Zahl der dort lebenden Tiere regulieren.
    Der Bundestag debattiert heute in erster Lesung über die Regierungspläne für einen erleichterten Abschuss von Wölfen. Laut dem Gesetzentwurf wurden 2024 rund 4.300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt. Während Weidetierhalter das Vorhaben unterstützen, sind Tierschützer strikt dagegen.
    Wölfe gelten bislang als streng geschützt und dürfen nur in Ausnahmefällen gejagt werden.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Wolf ins Jagdgesetz – was soll das nützen?
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.