
Anlässlich des 80. Jahrestags sagte er, er stehe hier in Trauer und Demut und bitte um Vergebung für die Verbrechen, die Deutsche hier begangen hätten. Deutsche hätten Jüdinnen und Juden mit einer Grausamkeit und Unmenschlichkeit verfolgt, versklavt, ermordet, für die Worte fehlten. Steinmeier betonte, die Verantwortung dafür sei für Deutschland Mahnung und Auftrag in der Gegenwart und in der Zukunft. Der Bundespräsident bedankte sich für die Versöhnung Polens und Israels mit den Nachfahren der einstigen Täter. Dies sei ein unendlich kostbares Geschenk. An der Gedenkfeier nahmen auch die Präsidenten von Polen und Israel, Duda und Herzog, teil.
Die deutschen Besatzer hatten das Ghetto 1940 in Warschau errichtet. Am 19. April 1943 begann dort ein Aufstand, der nach mehreren Wochen niedergeschlagen wurde. 56.000 Juden kamen Schätzungen zufolge bei den Kämpfen ums Leben oder wurden in NS-Vernichtungslager deportiert.
Diese Nachricht wurde am 19.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
