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Bundespräsident Steinmeier ruft mit Blick auf antimuslimische Anfeindungen zur Verteidigung der Religionsfreiheit auf

Bundespräsident Steinmeier hat mit Blick auf antimuslimische Anfeindungen zur Verteidigung der Religionsfreiheit in Deutschland aufgerufen.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an einem Rednerpult. Neben ihm hängt eine Fahne mit dem Bundesadler.
    Bundespräsident Steinmeier. (Bernd von Jutrczenka / dpa)
    Sie sei ein demokratisches Grundrecht, sagte er nach Angaben seiner Sprecherin. Alle seien hierbei gefordert. Man müsse sich gegen jede Anfeindung und Ausgrenzung von Muslimen wehren. Steinmeier hatte gestern die Mitglieder des von der Bundesregierung berufenen Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit empfangen. Sie hatten in dieser Woche ihren Abschlussbericht an Bundesinnenministerin Faeser übergeben. Demnach stimmt jeder Zweite in Deutschland antimuslimischen Aussagen zu. Die Experten fordern deshalb einen Sachverständigenrat und einen Bundesbeauftragten.
    Anlässlich des heutigen Tags gegen antimuslimischen Rassismus gibt es in mehreren Städten und Gemeinden Veranstaltungen. Dabei soll für das durch Islamfeindlichkeit ausgelöste Leid vieler Menschen sensibilisiert und an den Tod der Ägypterin Marwa El-Sherbini erinnert werden. Sherbini war heute vor 14 Jahren in einem Dresdner Gerichtssaal von einem Angeklagten erstochen worden. Er hatte sie und ihr Kind zuvor auf einem Spielplatz antimuslimisch beleidigt.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.