Elektronische Fußfesseln
Bundesrat billigt Gesetz zu besserem Schutz vor häuslicher Gewalt

Der Bundesrat hat den Weg für zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen häusliche Gewalt freigemacht.

    Man sieht die untere Beine eines Mannes mit einer elektronischen Fußfessel über seiner Jeans.
    Elektronische Fußfesseln sind mit GPS ausgestattet und zeigen an, wo sich die Person aufhält. (picture alliance / dpa / Fredrik Von Erichsen)
    Damit können Gerichte potenzielle Gewalttäter künftig zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verpflichten. Auf diese Weise sollen potenzielle Opfer rechtzeitig gewarnt werden, wenn sich ihnen der Träger der Fußfessel nähert. Das Gesetz sieht außerdem vor, gerichtlich verfügte Annäherungsverbote stärker zu kontrollieren. Die Maßnahmen sollen nach dem Vorbild Spaniens besser vor häuslicher Gewalt schützen. Betroffen sind in erster Linie Frauen.
    Der Bundesrat hat auch die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Apothekenreform gebilligt. Sie sieht unter anderem vor, dass Apotheken zukünftig Impfungen, Schnelltests und Blutabnahmen anbieten dürfen. Dadurch soll die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Gebieten gesichert werden.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.