Berlin
Bundesregierung: AfD-Politiker fügen mit Russland-Reise Deutschland Schaden zu

Die Bundesregierung hat die Teilnahme von AfD-Politikern an einem Wirtschaftsforum in Russland kritisiert.

    Stuttgart: Markus Frohnmaier, AfD, nimmt an einer Pressekonferenz nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg teil.
    Markus Frohnmaier und andere AfD-Parteikollegen werden für ihre Reise zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg kritisiert. (Marijan Murat / dpa / Marijan Murat)
    Ein Regierungssprecher sagte in Berlin, die Reise der Abgeordneten laufe deutschen Interessen zuwider. Die russischen Angriffe auf die Ukraine hätten ein erschreckendes Ausmaß angenommen und seien für die Menschen ein "Albtraum". Das Auswärtige Amt erklärte, die Teilnahme an staatlich organisierten Propagandaveranstaltungen erwecke den Eindruck einer Normalität im Verhältnis zu Russland, die es nicht gebe.
    An dem Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg nehmen für die AfD unter anderem die Bundestagsabgeordneten Frohnmaier und Kotré teil. Frohnmaier sagte der Nachrichtenagentur AFP, er sehe seine Aufgabe darin, unter schwierigen Bedingungen Gesprächskanäle offenzuhalten und deutsche Interessen zu vertreten.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.