
Bundesaußenminister Wadephul erklärte, dies sei die Stunde Europas. Unternehmen und Menschen auf beiden Kontinenten könnten endlich von mehr Wohlstand und Wachstum profitieren, betonte der CDU-Politiker. Kritik kam hingegen aus Frankreich. Präsident Macron nannte das Vorgehen der EU-Kommission eine schlechte Überraschung für sein Land. Brüssel habe einseitig entschieden, das Vertragswerk vorläufig anzuwenden, obwohl das Europäische Parlament nicht darüber abgestimmt habe, sagte Macron. Der Vorsitzende des Handelsausschusses des EU-Parlaments, Lange, räumte ein, man befinde sich in einer Ausnahmesituation, weil die Abgeordneten erst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs abstimmen könnten. Wiederholt hatten auch Polen, Ungarn und Rumänien Vorbehalte gegen das Freihandelsabkommen geäußert. Ungeachtet einer ausstehenden gerichtlichen Überprüfung hatte Kommissionspräsidentin von der Leyen angekündigt, das Freihandelsabkommen vorläufig anzuwenden. Möglich wurde dies, weil zuvor Uruguay und Argentinien das Abkommen ratifiziert hatten.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
