
Bundeskanzler Merz dankte in einer schriftlichen Erklärung Pakistan für die Vermittlung der Vereinbarung. Die Bundesregierung unterstütze weitere diplomatische Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Krieges. Außerdem werde Deutschland dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten, betonte Merz. Bundesaußenminister Wadephul schrieb auf X, die Waffenruhe müsse "der entscheidende erste Schritt" zu einer dauerhaften Befriedung sein. Die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar. Die Vereinten Nationen forderten die Kriegsparteien dazu auf, die Waffenruhe nun auch tatsächlich zu befolgen. Der Politikwissenschaftler Masala von der Universität der Bundeswehr in München sieht in der Einigung eine strategische Niederlage der USA. Dass der Iran allen Forderungen von Präsident Trump nachgekommen sei, sei "definitiv nicht richtig", sagte Masala im Deutschlandfunk. Nun seien harte Verhandlungen zu erwarten. Die zentrale Frage sei, was mit dem angereicherten Uran des Irans geschehe, erklärte Masala. Ein geschwächtes Regime könne in Zukunft noch stärker versuchen, Nuklearwaffen zu entwickeln.
Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
