Gesundheit
Bundesregierung beschließt Reform der Notfallversorgung

Die Bundesregierung will die medizinische Notfallversorgung neu organisieren.

    Bodenmarkierung in der Zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses.
    Die Notaufnahmen in den Krankenhäusern sind oft überfüllt. (imago / Funke Foto Services / Karl Banski )
    Das Kabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf, den Bundesgesundheitsministerin Warken in Berlin vorgestellt hat. Durch die Reform solle Geld im ⁠Gesundheitssystem eingespart werden ⁠und die Versorgung der Patienten effizienter als bisher werden, erklärte Warken. Eine Vielzahl von Anliegen müsse nicht zwingend in Krankenhäusern behandelt werden.
    In Zukunft sollen Hilfesuchende bei einem Notfall schneller zu den passenden Behandlungsangeboten weitergeleitet werden. Dazu ist eine bessere Vernetzung von Notaufnahmen der Kliniken, Bereitschaftsdiensten der Arztpraxen und der Rettungsdienste geplant.
    Konkret werden flächendeckend an ausgewählten Klinikstandorten integrierte Notfallzentren eingerichtet. Dort erhalten Hilfesuchende eine Ersteinschätzung und werden je nach Dringlichkeit zur passenden Behandlungsstruktur weitergeleitet. Zudem soll die Rufnummer 116 117 zu einer zentralen Nummer für erste Einschätzungen ausgebaut werden. Die 112 bleibe aber auch in Zukunft die erste Wahl bei lebensbedrohlichen Fällen, erklärte Warken.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.