
Das Kabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf. Durch die Reform solle Geld im Gesundheitssystem eingespart und die Versorgung der Patienten effizienter als bisher werden, sagte Bundesgesundheitsministerin Warken, CDU. Dazu ist eine bessere Vernetzung von Notaufnahmen der Kliniken, Bereitschaftsdiensten der Arztpraxen und der Rettungsdienste geplant. In Zukunft sollen Hilfesuchende in integrierten Notfallzentren eine ambulante medizinische Erstversorgung erhalten. Zudem wird es eine zentrale Rufnummer für erste Einschätzungen bei Notfällen geben.
Die Kassenärzte und die Krankenhäuser in Deutschland kritisierten die Pläne. Für einen Ausbau der Bereitschaft gebe es keine personellen Ressourcen, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gaß, sagte, die Reform verkenne die Realität in den Krankenhäusern. Die Kliniken machten schon jetzt bei der Notfallversorgung hohe Verluste. Es sei schwer vorstellbar, unter diesen Bedingungen die geplanten Notfallzentren einzurichten.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
