
Die Vorlage von Verteidigungsminister Pistorius setzt zunächst auf Freiwilligkeit, um mehr Menschen zum Dienst bei der Bundeswehr zu bewegen. Der SPD-Politiker erklärte, es gehe darum, das Zitat - Mindset - in der Gesellschaft zu verändern. Junge Menschen müssten sich künftig überlegen, was sie zur Sicherheit des Landes beitragen wollten. Jugendverbände kritisierten, dass sie an den Plänen nicht beteiligt worden seien. Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Gärtner, meinte, bei derart wichtigen Entscheidungen, die die freie Lebensplanung von Schülern beeinflussten, müssten diese zumindest vorher angehört werden. Ähnlich äußerte sich der Bundesjugendring. Der Sprecher des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Erndl, sagte im Deutschlandfunk, er beobachte bei der Jugend eine große Bereitschaft, sich für Sicherheit und Freiheit einzusetzen. Er sei mit vielen Schulklassen im Austausch, betonte der CSU-Politiker. - Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab kommendem Jahr alle 18-jährigen Frauen und Männer zu ihrem Interesse am Wehrdienst befragt werden. Für Männer soll dann ab 2028 die Musterung wieder verpflichtend werden.
Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.